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Baader Bank im Porträt

Aus einem Maklerbüro für drei nordamerikanische Aktien ist über gut vier Jahrzehnte eine familiengeführte Vollbank geworden. Die Baader Bank verbindet heute klassisches Market Making mit Dienstleistungen für Emittenten, institutionelle Anleger und Finanzunternehmen.

Das Unternehmen im Überblick

Uto Baader erhielt im Juli 1983 seine Maklerzulassung zur Führung von Orderbüchern und legte damit den Grundstein. Seit 2008 verfügt das Institut über eine Vollbanklizenz und firmiert als Baader Bank AG. Die Zentrale liegt in Unterschleißheim nördlich von München. Mehrheitlich gehört die Bank weiterhin der Familie: Laut Geschäftsbericht 2025 hält die Baader Finanzholding GmbH & Co. KG rund 71,79 Prozent, der Rest liegt im Streubesitz. Die Aktie wird im Segment m:access der Börse München geführt. Seit 2015 steht Nico Baader, Sohn des Gründers, an der Spitze. Ende 2025 zählte der Konzern 677 Beschäftigte.

Geschäftsmodell und Schwerpunkte

Das Haus gliedert seine Tätigkeit in fünf Felder: Market Making, Capital Markets, Brokerage, Account Services und Fund Services. Im Handel stellt die Bank Kurse an gettex, im außerbörslichen Direkthandel sowie an mehreren deutschen Präsenzbörsen. Über die Account Services führt sie Depots für Partner aus dem Privatkundengeschäft. Zum Jahresende 2025 waren es rund 1,13 Millionen Depots mit einem Volumen von 30,6 Milliarden Euro.

Marktstellung und Besonderheiten

Mit der Übernahme des Schweizer Aktienbrokers Helvea im Jahr 2013 erweiterte Baader das Research- und Vertriebsgeschäft, heute gebündelt in der Baader Helvea AG mit Präsenz in London und New York. Für 2025 meldete der Konzern ein Ergebnis von 50,7 Millionen Euro nach 23,5 Millionen Euro im Vorjahr. Auffällig ist der Rückgang der geführten Depots gegenüber 2024 um gut eine halbe Million.

Einordnung

Relevant ist Baader vor allem als Liquiditätsgeber hinter gettex und als Infrastrukturbank für Broker, die keine eigene Depotführung betreiben. Mittelständische Emittenten finden hier einen Partner für Kapitalmaßnahmen. Privatanleger begegnen der Bank meist indirekt, etwa über die Kursstellung bei einer Order.

Quellen

  1. https://baaderbank.de/About-us/Chronicle-101
  2. https://www.hauptversammlung.de/fileadmin/public/user_upload/Baader_GB25.pdf
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Baader_Bank_AG

Redaktionelles Porträt auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen. Keine Anlageberatung und keine Empfehlung für oder gegen ein Unternehmen. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern über das Impressum entgegen.